
Geschichte
Historisches (zitiert aus einer 1949 erstellten Chronik)
Der Name ...VOGT... taucht in den " Schuld- und Pfandprotokollen der Stadt Bad Segeberg" zum ersten Mal in einer Eintragung vom 24ten September 1740 auf.
Hierin wird bekundet, dass der Sohn des Johann Hinrich Vogt und seiner Ehefrau Elsabe, der Bürger Jochim Hinrich Vogt " Anno 1740 den 24 ten September ein volles Haus mit einem Kohlhof, wie auch einem Koppelhof an der hohen Koppel" für 500 Gulden gekauft hat. Es handelt sich um das Haus Lübecker Str. 15, das, wie es noch heute in dem gewaltigen Eichenbalken über dem Hauseingang geschnitzt steht, "Anno Dom. 1606" erbaut wurde und heute als ältestes Haus der Stadt mit seiner schönen Fassade viele Bewunderer findet.
Jochim Hinrich Vogt, seines Zeichens Bürger und Amtsschneider, überließ am 5 ten Februar 1783 das Grundstück seinem Sohn, dem Amtsschneider Johann Hinrich Vogt. Dieser wiederum hatte drei Söhne. Der älteste übernahm das väterliche Erbe.
Die beiden anderen, Jochim Hinrich und Carl Friedrich Vogt, gingen bei einem ehrbaren königlichen Kaufmann in die Lehre. Jochim Hinrich Vogt machte sich im Jahre 1809 selbständig. Sicherlich ist er, wie es damals üblich war, zunächst mit einer Kiepe auf dem Rücken von Haus zu Haus gezogen und hat seine Waren feilgeboten. Seine Mühen waren nicht umsonst, denn bereits am 11 ten August 1813 erwarb er das Haus in der Kirchstraße 16, wo heute noch (1949!) die Firma C. F. Vogt ihren Sitz hat.
Der Kaufvertrag
"Kund und zu wissen sey hiemit !
daß zwischen dem Goldschmied Johann Wilhelm Thomsen im Traventhalischen Gieschenhagen als Verkäufer an einem und dem dortigen Krämer Jochim Hinrich Vogt, als Käufer an anderem Theile nachstehender unwiederruflicher Kaufcontract wohlbedächtlich geschloßen und vollzogen worden:
Es verkäuft nemlich gedachter Goldschmied Johann Wilhelm Thomsen, im dießeitigen Gieschenhagen, daß ihm zugehörige, laut Kaufcontract vom 4 ten Januar dieses Jahres von den Erben der seel. Frau Anna Lucia Margaretha Schroeder, geborenen Dankwarth käuflich erstandene, zwischen den Häusern
des Schuzjuden Salomon Moses und des Tischlers Hamdorff, der Kirche und dem Hauptpastorat gegenüberbelegene Haus, nebst Hofplatz und Garten, mit allem was in dem Wohnhause erd- mauer- nied- und nagelfest ist, ferner mit einem Mannskirchenstande in der Segeberger Kirche, beym Eingange des Leichenhaußes linkerhand in der zweiten Bank, gezeichnet "Johann Grund" drey Frauenstände, die einen verschlossenen Stuhl für sich ausmachen, norderseits der Kirche nach der Orgel zu, die zweite Bank gezeichnet " J.K.N" und auf daßigen Kirchhofe ein Begräbniß von 3 Leichen breite, an vorgedachten Krämer Jochim Hinrich Vogt zu Gieschenhagen, um und "...für die wohlvereinbarte Kauf- und Überlaßungssumme von 2100 Rthlr : schreibe Zweitausend Einhundert Reichsthaler Schleswig - Holsteinisches Courant oder deren vollen Werth in klingender Silbermünze nach den gegenwärtig bestehenden Königl. allerhöchsten Verfügungen, dergestallt, daß der Käufer das gekaufte Haus mit Hofplatz und Garten, nicht weniger die zum Haus gehörigen beiden Kirchenstühle, und daß Begräbniß, als sein rechtmäßiges wohlerworbenes Gut und Eigenthum ansehen und damit eigenbelibieg schalten und walten möge als er wolle, und es ihm convenire und beliebe... Urkundlich ist dieser Kaufcontract gehörig ausgefertigt, von den Contractsleuten eigenhändig unterschrieben und hiernächst protocollirt worden.
So geschehen Traventhaler Amtsstube, den 11 ten August 1813.
Unterschrift
J.W. Thomsen
J.H. Vogt.
Der Name ...VOGT... taucht in den " Schuld- und Pfandprotokollen der Stadt Bad Segeberg" zum ersten Mal in einer Eintragung vom 24ten September 1740 auf.
Hierin wird bekundet, dass der Sohn des Johann Hinrich Vogt und seiner Ehefrau Elsabe, der Bürger Jochim Hinrich Vogt " Anno 1740 den 24 ten September ein volles Haus mit einem Kohlhof, wie auch einem Koppelhof an der hohen Koppel" für 500 Gulden gekauft hat. Es handelt sich um das Haus Lübecker Str. 15, das, wie es noch heute in dem gewaltigen Eichenbalken über dem Hauseingang geschnitzt steht, "Anno Dom. 1606" erbaut wurde und heute als ältestes Haus der Stadt mit seiner schönen Fassade viele Bewunderer findet.
Jochim Hinrich Vogt, seines Zeichens Bürger und Amtsschneider, überließ am 5 ten Februar 1783 das Grundstück seinem Sohn, dem Amtsschneider Johann Hinrich Vogt. Dieser wiederum hatte drei Söhne. Der älteste übernahm das väterliche Erbe.
Die beiden anderen, Jochim Hinrich und Carl Friedrich Vogt, gingen bei einem ehrbaren königlichen Kaufmann in die Lehre. Jochim Hinrich Vogt machte sich im Jahre 1809 selbständig. Sicherlich ist er, wie es damals üblich war, zunächst mit einer Kiepe auf dem Rücken von Haus zu Haus gezogen und hat seine Waren feilgeboten. Seine Mühen waren nicht umsonst, denn bereits am 11 ten August 1813 erwarb er das Haus in der Kirchstraße 16, wo heute noch (1949!) die Firma C. F. Vogt ihren Sitz hat.
Der Kaufvertrag
"Kund und zu wissen sey hiemit !
daß zwischen dem Goldschmied Johann Wilhelm Thomsen im Traventhalischen Gieschenhagen als Verkäufer an einem und dem dortigen Krämer Jochim Hinrich Vogt, als Käufer an anderem Theile nachstehender unwiederruflicher Kaufcontract wohlbedächtlich geschloßen und vollzogen worden:
Es verkäuft nemlich gedachter Goldschmied Johann Wilhelm Thomsen, im dießeitigen Gieschenhagen, daß ihm zugehörige, laut Kaufcontract vom 4 ten Januar dieses Jahres von den Erben der seel. Frau Anna Lucia Margaretha Schroeder, geborenen Dankwarth käuflich erstandene, zwischen den Häusern
des Schuzjuden Salomon Moses und des Tischlers Hamdorff, der Kirche und dem Hauptpastorat gegenüberbelegene Haus, nebst Hofplatz und Garten, mit allem was in dem Wohnhause erd- mauer- nied- und nagelfest ist, ferner mit einem Mannskirchenstande in der Segeberger Kirche, beym Eingange des Leichenhaußes linkerhand in der zweiten Bank, gezeichnet "Johann Grund" drey Frauenstände, die einen verschlossenen Stuhl für sich ausmachen, norderseits der Kirche nach der Orgel zu, die zweite Bank gezeichnet " J.K.N" und auf daßigen Kirchhofe ein Begräbniß von 3 Leichen breite, an vorgedachten Krämer Jochim Hinrich Vogt zu Gieschenhagen, um und "...für die wohlvereinbarte Kauf- und Überlaßungssumme von 2100 Rthlr : schreibe Zweitausend Einhundert Reichsthaler Schleswig - Holsteinisches Courant oder deren vollen Werth in klingender Silbermünze nach den gegenwärtig bestehenden Königl. allerhöchsten Verfügungen, dergestallt, daß der Käufer das gekaufte Haus mit Hofplatz und Garten, nicht weniger die zum Haus gehörigen beiden Kirchenstühle, und daß Begräbniß, als sein rechtmäßiges wohlerworbenes Gut und Eigenthum ansehen und damit eigenbelibieg schalten und walten möge als er wolle, und es ihm convenire und beliebe... Urkundlich ist dieser Kaufcontract gehörig ausgefertigt, von den Contractsleuten eigenhändig unterschrieben und hiernächst protocollirt worden.
So geschehen Traventhaler Amtsstube, den 11 ten August 1813.
Unterschrift
J.W. Thomsen
J.H. Vogt.


